|
Zu Klang und Bespielbarkeit |
||||
|
|
Viele Jazzgitarren aus Deutschland der 50er und 60er Jahre sind aus Gründen des Tons und wahrscheinlich auch an Ermangelung an brauchbarem Material, ohne Metallstab gebaut worden. Die Hälse mussten jedoch dementsprechend dick profiliert werden. Jeder der einmal eine Roderich Hoyer oder Roger in der Hand gehabt hat weiß, wie lange die Umgewöhnung auf dieses teutonische Maß dauert. Ganz anders bei den Lang Jazzboxes. Er ist ähnlich modernen Hälsen recht schmal und gut bespielbar. Allerdings ist er zum Korpusanfang hin kaum verbreitert. Um der Saitenspannung zu widerstehen, wurde der Hals aus fünf bzw. sieben verschiedenen Lagen Holz verleimt. Auch zwei Lagen des Griffbretts wurden aus diesem Grund verleimt. Teilweise besitzen die Gitarren einen verstellbaren Metallstab. Hälse in der frühen Zeit( fünffach verleimten) baute Lang selber. Später ab Anfang bis Mitte der sechziger Jahre bezog er die siebenfach verleimten Hälse von der Firma Kolitz. Adele Lang, seine Frau kam aus einer Familie von Holzhändlern, die die Musikinstrumentenbauer belieferten war mit der Familie Kolitz verwand. So entstand wahrscheinlich der Kontakt zu dieser Firma.
|
Probleme des Verziehens des Halses ( also ohne Metallschiene) gibt es jedoch auch bei dieser Konstruktion. Ein findiger deutscher Gitarrenbauer hat jedoch ein Verfahren entwickelt die Hälse dauerhaft, ohne große Umbauten in ihre Normallage zurück zubiegen. Und das hält auch! Die Adresse bitte erfragen. Der Klang Es ist natürlich unmöglich über alle Langs ein Urteil zu fällen. Klingen doch alle verschieden. Auffallend bei allen die ich bisher angespielt lt habe, waren die hohe Lautstärke, das lange Sustain, die Ausgewogenheit, das raffinierte Ausschwingen der Obertöne und das helle Timbre des Tons. Im direkten Vergleich mit einer Gibson Super 400 Noncutaway aus den frühen 50ern, machte die Lang eine gute Figur. In diesem Vergleich lag die Gibson druckmäßig leicht vorne, aber man bedenke - Lang mit, Gibson ohne Cutaway. Die Tonfärbung ist natürlich Geschmacksache. Bitte lesen Sie weiter: |
||