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Als ich
nach Gründung von Archtop-Germany (
www.archtop-germany.de ), wo es um die aktuelle Archtop-Szene in
Deutschland geht, nach weiteren Punkten zur Abrundung des Themas suchte,
beschloss ich, den Bereich der aktuellen Archtop-Hersteller um eine
Vintage-Abteilung zu erweitern.
Bei meinen Recherchen hierfür tauchte auch der Name "Lang", den ich vorher
noch nie registriert hatte, auf. Die Informationen auf dieser Webseite (Tats
Ohisa, Japan) schienen mir erst einmal etwas übertrieben. Bei gezielter
Suche nach dem Suchwort "Artur Lang" tauchten dann auch nur wenige Quellen
auf, die aussagekräftig sind, aber alle sind entsprechend "euphorisch":
Neben der Seite von Tats Ohisa sind dies eben die, auf der wir uns jetzt
gerade befinden, die Webseite von Guitarjoe sowie schönes Bildmaterial auf
der Webseite des Musikkellers von Norbert Schnepel. Mehr gibt es eigentlich
nicht dazu.
Etwas stutzig hat mich das schon gemacht: Warum sind Gitarren, die
"angeblich" so gut sind, so wenig bekannt? Ich selbst hatte mich ja auch
schon sehr lange mit Archtops beschäftigt, allerdings nicht speziell mit
German Vintages. Da ich erst einmal genug zu tun hatte, habe ich das Thema
"Lang" erst einmal beiseite gelegt.
Bei einem ausführlichen Telefonat mit dem Gitarrenbaumeister Johannes
Striebel kam er u.a. auch auf das Thema "Lang" zu sprechen. Er ist u.a. auch
auf die Restaurierung dieser Gitarren spezialisiert. Als ich ihn fragte, was
denn so besonderes an Lang Gitarren sei, fragte er nur zurück, ob ich schon
mal eine gespielt hätte, was ich natürlich verneinen musste. "Wenn ich noch
einmal eine 'rein bekomme, sage ich dir Bescheid" war sein Kommentar dazu.
Dies hat natürlich meine Neugier weiter angestachelt.
Also wartete ich auf eine Gelegenheit eines dieser seltenen Exemplare einmal
spielen zu können. Nachfragen nach möglichen Verkäufen von Lang-Gitarren
wurden erst einmal negativ beschieden. Zudem kursierte ein Gerücht über eine
Lang-Archtop, die in den USA von Studio zu Studio gereicht werden soll...
In einem Telefonat mit Norbert Schnepel vom Musikkeller Dorsten kam
ebenfalls, auch eher zufällig, das Thema auf. Als ich auch ihm gegenüber
zugeben musste, dass ich noch keine Gelegenheit hatte, eine Lang zu spielen,
vesprach er mir, Eine in den nächsten Tagen per Post zum testen
zuzuschicken, ich müsse nur den Transport bezahlen, falls ich sie nicht
behalten wolle.
Drei Tage später hielt ich das gute Stück in Händen. Um es kurz zu machen,
Ansprache, Transparenz und Klang der Gitarre sind wunderbar, ich verstand
nun die euphorischen Kommentare zu diesen Gitarren. Es handelt sich im
übrigen um eine "Top-of-the-Line Lang" (gravierte Neusilberplatte, 7-teilger
Hals, 8-lagiges Binding). Ich wurde mit Norbert Schnepel schnell
handelseinig und so hat meine Super 400 eine würdige "Schwester" bekommen.
Ein Test- und Spielbericht dieser Gitarre findet sich in Archtop-Germany
(
http://www.archtop-germany.de/-Hersteller/-Testberichte/-testberichte.html
).
Andreas Polte
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