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Es gibt drei Varianten:

Form 1: Sehr schmal und spitz zulaufend, auf den Prämus Modellen zu finden. Lang lieferte 50 Exemplare mit dem Namen Prämus an den Frankfurter Musikalienhändler Musik-Schmidt. Sie hatten einen kleinen 16" Korpus, tief eingeschnitten und Silberplatte( könnte als Vorlage für eine Framus Black rose gedient haben). Catarina Valente Endorsde bei einem Fotoshooting von Polydor solch eine Gitarre.  Sie besaß auch  noch andere Typen.

Form 2.:Etwas breitere, unsymetrische Form ähnlich wie bei einer Framus Sorella . Ist,wenn man meiner Statistik trauen kann, wohl am häufigsten zu finden. Die Neusilberplatten mit wunderschönen Motiven.

3. ähnlich einer Gibson Kopfplatte, jedoch mit zwei unsymetrischen Kreisbögen. Die "Split Diamonds" kaufte Lang bei der Firma Schellex zu.

Die Top-of-the-Line Modelle weisen eine gravierte Kupferplatte auf. Wunderschöne handgravierte, florale Muster bis zu hin naturalistischen Darstellungen.

Entgegen der bisherigen Darstellung ist die Kopfpattenform 3 keine späte Ausführung und sie steht auch in keinem direkten Zusammenhang mit der zunehmenden Sehschwäche, als Folge von Diabetes, an deren Folgen A. LANG am 20. Juli 1975 verstorben ist. 

Diese recht seltene Kopfplattenform ist zweifelsfrei eine Anleihe von GIBSON.  Sie kommt am häufigsten bei Modellen Ende der 50er bis Anfang der 60er vor. Im privaten Fotoalbum von LANG tritt sie sehr früh in Erscheinung und zwar zu einer Zeit als die Gitarren noch mit einer tropfenförmigen Schlagplatte und mit dem bei HÖFNER standardmäßig eingesetzten harfenförmigen Saitenhalter bestückt waren.  Aus der chronologischen Abfolge der Bilddokumentation muß man den Eindruck gewinnen, daß die Einführung der gravierten Metallplatte und die Ebenholzkopfplatte mit Perlmutt oder Perloid-Intarsien von SCHELLEX fast zeitgleich erfolgte. In diesen Zeitrahmen scheint auch die Einführung des V-förmigen Saitenhalters zu fallen, der mit Ausnahme des PRÄMUS-Modells, zum Standard avancierte.

Eine weitere Korrektur ist bei der Beschreibung der gravierten Kopfplatte angesagt.

Diese ist nicht aus Neusilber sondern aus 1mm dickem Messingblech das nach dem Gravieren vernickelt oder in seltenen Fällen verchromt wurde. A. LANG hat aller Wahrscheinlichkeit nach nicht selbst graviert. Bei einem der ersten Modelle von ihm, einer PRÄMUS von vor 1955 habe ich auf der Kopfplatte den Stempel eines Graveurs in München gefunden.  Auffallend an dieser Platte ist auch die Tatsache, daß die Gravur nach dem Vernickeln erfolgte.  Desweiteren habe ich einen Gravurbetrieb in der direkten Nachbarschaft LANGS ausfindig gemacht, der mir auf Nachfrage bestätigt hat, bis zu dessen Tod für ihn gearbeitet zu haben. 

Bilder durch Anklicken vergrößern.

   

Bildnachweisvon links nach rechts:

1.Baader, 2.3,4.unbekannt

5.8.9.N.Schnepel

11.,12.,13.:Guitarjoe